„Einhand-Training“ – neues Format am 30.05.-02.06.2026 erfolgreich durchgeführt

Mit Christian P. und Carsten J. habe ich gemeinsam das Wochenende vom 30.05. – 01.06. auf der NAVIGA verbracht mit dem Ausbildungs-Thema „Einhandtraining“.

Im Vorfeld hatte ich einen Lehrplan mit den relevanten Themen und Übungsabläufen erstellt und den beiden zukommen lassen. Immerhin über 40 Seiten mit Übungen und Hintergrundinfos unter anderem zu den Suchmustern, den Notfallverfahren, Überbrückung von MIDI-Einheiten des Motormanagements, u.v.m.

„Einhand“ bedeuet ja nicht nur Hafenmanöver und Segel setzen, sondern auch sich alleine in Problemsituationen helfen zu können. 

Hier hat es uns die NAVIGA denn auch gleich leicht gemacht, weil bereits bei den ersten Übungen der Gaszug gerissen ist, obwohl wir lediglich aus dem Hafen gefahren sind. Er war zwar erst 9 Jahre alt (Wartungsintervall beträgt 10 Jahre), aber er ist dennoch gebrochen. Also kurzerhand den Gaszug durch eine dünne Leine ersetzt und mit zwei Umlenkrollen auf den Gashebel umgelenkt. 
Grundkenntnisse des Motors und ein wenig McGuyver und schon kann es weiter gehen.

Das Programm war intensiv und die beiden sind bei bestem Wetter mächtig ins Schwitzen gekommen.
Wir haben umfangreiche Video-Aufzeichnungen im Training erstellt, haben sie aber nur in geringem Umfang auswerten können, da letzlich viel zu umfangreich.
Das geplante Nachttraining konnte nicht umgesetzt werden, da zum einen die „Luft raus war“ von den Tagestrainings. Zum anderen hat uns der gerissene Gaszug und die Abstimmung mit / Fahrt zum Bootsbauer wg. Ersatzbeschaffung mehrere Stunden gekostet, die uns am Ende gefehlt haben.


Zukünftig wird das Training zeitlich wie folgt gegliedert:

  1. Theoretische Vorbereitung im Vereinsheim (ca. 4+ h) 
  2. Wochenend-Training auf dem Schiff
    – Freitags Nachmittags/Abends bereits einfache Hafenmanöver u. ggf. Schleusen
    – Samtags erweiterte Hafenmanöver, Ankern, Beilegen, Segel setzen, bergern u. (aus-)reffen
    – Nacht von Samstag auf Sonntag: ca. 23 – 01 Uhr: Segel setzen, bergen, (aus-)reffen
    – Sonntags MOB-Manöver, Schleusen, Vertiefung
  3. Nachbesprechnung der Videosequenzen im Vereinsheim (ca. 4h)

Teilnehmer

  • 3 Personen mit SKS oder eigenem Boot 
  • körperlich fit

Kosten

ca.450 EUR / Person zzgl. Boardkasse (ca. 50 EUR)


Was waren bzw. sind die Inhalte dieses Trainings?

Thema

Inhalt

Situation

Ablegen

Wind-Situation

Fingersteg – Wind weg vom Steg – Bug voraus (zuvor röm.kath. angelegt – Heck am Steg)

   

Fingersteg – Wind auf Steg – Bug voraus

   

Fingersteg – Wind von Vorne – Bug voraus

   

Fingersteg – mit Wind – Heck voraus

   

Dalben – mit Wind

   

Kai – (stark) auflandiger Wind – Längsseits

 

Wenig Platz am Kai

Kai – wenig Platz – ablandiger Wind – längsseits

Anlegen

Wind-Situation

Fingersteg – Wind weg vom Steg – rückwärts in die Box (röm.kath)

   

Dalben – mit Wind seitlich – rückwärts in die Box

   

Dalben – mit Wind seitlich – vorwärts in die Box

   

Kai – (stark) ablandiger Wind – seitlich

Thema

Inhalt

Situation

Segelmanöver

Segel setzen

Anschlagen und Vorhissen Großsegel am Mast mit und ohne Reff (tagsüber / nachts) mit Autopilot

 

Segel reffen

Einreffen ohne Einleinen-Reffsystem mit/ ohne Autopilot

 

Segel ausreffen

Ausreffen mit / ohne Autopilot

 

Vorsegel setzen

Mit Roll-Anlage

 

Vorsegel einholen

Mit Roll-Anlage

Manöverkreis

Wenden

Wende mit Autopilot

   

Wende ohne Autopilot

 

Halse

Halse mit Autopilot

   

Halse ohne Autopilot

MOB

MOB-Verfahren

Abläufe, Vorbereitungen, Grenzen der Machbarkeit

(Tagsüber / Nachts)

Thema

Inhalt

Situation

Ankern / Beiliegen

Beilieger

Kurzer Zeitraum (mit gesetztem Groß)
Langer Zeitraum (Groß einholen)

 

Anker setzen

Vorbereitung & Durchführung (incl. Setzen Ankerboje)

Motor

Wesentliche Komponenten

Zustandsprüfung: Lichtmaschine, Kühlkreisläufe, manuelle Betätigung Gas, Getriebe

Elektrik

Basiswissen Bootselektrik

-230V-Landstrom

-12 Volt-Kreislauf

-BUS-System f. Navigationskomponenten

Notfälle

Motor-Probleme

-Motorprobleme beheben

 

Notfall-Proceduren Funk

-VHF-Binnen

-VHF-Seefunk

-AIS-Notfallbarke

-SAT-Notfallbarke

-Mobiles Funkgerät

-Telefon

 

Medizinischer Notfall

-Medizinische Telefon-Hotline (TMAS)

-Medico-Gespräch via VHF-Funk

Suchmuster für MOB-Suche bei kleiner Crew

Suchmuster für MOB-Suche bei kleiner Crew

Impellter-Tausch

Nach den positiven Erfahrungen wollen wir dieses Format zukünftig in unser reguläres Angebots-Portfolio aufnehmen.